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Weihnachtsstern

Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima), auch
Adventsstern, Christstern oder Poinsettie genannt,
ist eine Pflanzenart aus der Gattung Wolfsmilch
(Euphorbia) in der Familie der Wolfsmilchgewächse
(Euphorbiaceae). Weihnachtssterne sind aufgrund der
auffälligen, intensiv gefärbten Hochblätter (Brakteen),
 die sternförmig angeordnet sind, begehrte Zimmerpflanzen.
 Oft werden die Hochblätter
 fälschlicherweise für Blütenhüllblätter gehalten.

 

Erscheinungsbild und Laubblatt

Die natürliche Art Euphorbia pulcherrima
ist ein immergrüner Strauch mit verholztem Stamm
 und spärlicher Verzweigung, der Wuchshöhen bis
zu 4 m erreicht. Gärtnerisch kultivierte Pflanzen
sind dagegen deutlich kleiner und mehr oder weniger
 stark verzweigt, gesteuert von den Kulturmethoden
 des Gärtners. Die Pflanzen enthalten weißen Milchsaft.
 Junge Pflanzen haben eine verdickte, saftige Wurzel
und sind insgesamt schwach sukkulent. Die kurzen,
zylindrischen Zweige sind anfangs saftig, verholzen
 jedoch mit der Zeit. Die wechselständig angeordneten
 Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert.
Der Blattstiel ist 2 bis 8 cm lang. Die einfache Blattspreite
ist bei einer Länge von bis zu 12 cm sowie einer Breite
von 7 cm (bei dunklem Stand auch größer), länglich oval
und häufig leicht gezähnt. Die Oberseite der Blätter
 ist dunkelgrün, während die Unterseite heller ist.

Blütenstand und Blüte

Die Hauptblütezeit reicht von November bis Januar oder Februar,
je nach Standort blühen ältere verzweigte Weihnachtssterne
aber auch fast ganzjährig. Sie sind sogenannte Kurztagspflanzen,
 die nur dann Blüten ansetzen, wenn sie nicht mehr als
 12 Stunden Lichteinfall erhalten. Das ist an Standorten
 unweit des Äquators ganzjährig der Fall.
In Mitteleuropa wird in Gärtnereien etwa ab Oktober
die Dunkelphase künstlich mit dunklen Folien auf mindestens
12 Stunden verlängert, so dass die Pflanzen pünktlich
zur Adventszeit farbige Brakteen ausbilden.
Durch Manipulation der Hell-/Dunkelphasen könnte
man Weihnachtssterne auch gut zu anderen Zeitpunkten
 zur Blüte bringen.

Die eigentlichen „Blüten“ sind grün-gelblich,
 klein und unscheinbar und nicht mit den großen
 roten Hochblättern (Brakteolen, Cyathophyllen)
zu verwechseln, in deren Mitte sie sitzen.
 Was wie bei allen Wolfsmilch-Arten, so auch beim Weihnachtsstern,
 wie eine Einzelblüte aussieht, ist ein Blütenstand,
 der Cyathium (Mehrzahl Cyathien) genannt wird.
Jede Einzelblüte im Cyathium ist eingeschlechtig,
 entweder nur weiblich oder nur männlich,
 Blütenhüllblätter gibt es keine. Die Einzelblüten
 sind auf das absolut Notwendigste reduziert.
In dem Cyathium gibt es im Zentrum immer nur
 eine weibliche Blüte, die nur aus einem gestielten
Fruchtknoten und dem Griffel besteht. Die männlichen
 Blüten befinden sich in Gruppen um die weibliche
 Blüte angeordnet. Diese bestehen jeweils nur aus
 einem einzelnen gestielten Staubblatt. Zu erkennen
 sind die am Außenrand des Cyathiums stehenden Nektardrüsen,
die beim Weihnachtsstern einzeln oder zu zweit vorkommen
und lippenförmig sind.

Die Hochblätter dienen zum Anlocken von Insekten.
Durch Zucht ist eine große Varianz an Farben entstanden.
Neben Rottönen gibt es auch lachsfarbene, panaschierte
 oder weiße (cremeweiß – nicht reinweiß). Andere Farben
 wie Blau sind dagegen künstlich und werden
durch Besprühen mit pflanzenverträglichem Lack erzeugt,
 oder man streut auch noch etwas Glitter darüber.

 

Quelle: Wikipedia